Das ist Roundnet

Der Trendsport Roundnet – oder auch weit verbreitet unter dem Namen eines Set-Herstellers „Spikeball“ bekannt (Erklärung zum Unterschied findest Du hier) – ist angehaucht vom Beachvolleyball und vereint Spielwitz, Fairplay, Koordination und Ballgefühl!

Es kann wohl kaum noch jemand behaupten, dieses „komische Netz“ um das 4 Personen herum hüpfen und offensichtlich großen Spaß haben, nicht schon in irgendeinem Park gesehen zu haben. Das mag wohl daran liegen, dass Roundnet, wie der Sport heißt, sich in den letzten Jahren rasant verbreitet hat.

Immer mehr Menschen probieren die neue Trendsportart aus und die wenigsten kommen wieder davon los. Und dafür gibt es gute Gründe.

Das einfache Spielkonzept passt sich jeder Spielstärke an und ermöglicht jederm Spielerin einen einfachen Einstieg in die Sportart. Das Sportgerät ist sehr kompakt, lässt sich gut transportieren und auf jedem Untergrund einsetbar. So eignet es sich super für den Gang in den Park oder für den Sportunterricht, ist aber auch auf den Turnierfeldern dieser Welt nicht fehl am Platz.

Die Regeln von Roundnet sind einfach:
4 Spieler*innen, 3 Ballberührungen, 2 Teams, 1 Ball, 0 Begrenzungen!



Optimal für…

Wettkampf

Freizeit

Familie

Schule

Die Grundregeln

Die Regeln von Roundnet sind sehr überschaubar und leicht zu verstehen. Eine der wichtigsten Regeln: Habt Spaß beim Spielen!

  • Teams – zwei Teams mit je zwei Spieler*innen spielen gegeneinander. Team A beginnt mit einem Aufschlag auf das Netz zu Team B. Beim Aufschlag stehen die vier Spieler*innen wie die Himmelsrichtungen eines Kompasses um das Netz herum. Der/die Teampartner*in der aufschlagenden Person darf sich allerdings abweichend auch überall positionieren.
  • Ballberührungen – jedes Team hat bis zu drei abwechselnde Ballberührungen, um den Ball auf das Netz zurückzuspielen. Geliegt dies, wechselt der Ballbesitz. Der Ball darf nicht gefangen werden. Direkt nach einem Aufschlag muss das annehmende Team genau drei Ballberührungen nutzen.
  • 360 Grad-Spiel – nach dem Aufschlag können die Spieler*innen in jede Richtung laufen und schlagen. Jedes Körperteil darf genutzt werden und es gibt keine Spielfeldseiten! Der Ball darf lidiglich nicht aus der Spielfeldbegrenzung mit 8,5m Radius herausgeschlagen werden.
  • Punkte erzielen – wenn ein Team den Ball mit seinen drei Ballberührungen nicht zurück auf das Netz spielt, erhält das gegnerische Team einen Punkt. Dasselbe gilt, wenn der Ball auf den Boden fällt, den Rand berührt, mehr als einmal auf dem Netz aufkommt oder wenn der Ball nach der Netzberührung zu nah oder zu weit vom Netz aus auf den Boden fällt (No-Drop-Zone, Boundary). Ein Satz dauert üblicherweise, bis ein Team 15 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung erreicht hat – auch 11 oder 21 Punkte sind aber üblich.
  • Fairplay – die wichtigste Regel! Da es im Gegensatz zu anderen Sportarten keine Schiedsrichter*innen gibt, steht die Ehrlichkeit immer im Vordergrund. Gebt also einen Fehler zu, auch wenn ihn das gegnerische Team vielleicht nicht gesehen hat und wiederholt Ballwechsel, wenn sich nicht alle einig sind. Ein paar Punkte auf dem Karma-Konto haben noch niemandem geschadet! Nicht umsonst hieß es im offiziellen Regelwerk lange „Don’t be a jerk“! (Deutsch: „Sei kein Idiot!“)

Du hast Lust bekommen zu spielen, aber noch kein eigenes Set?

Da können wir helfen! Schau einfach mal in unserem Roundnet-Shop vorbei. Dort haben wir verschiedene Anbieter aufgeführt, wo Du Dein neues Roundnet-Set kaufen kannst.


Bevor es losgeht

  • Der Ball sollte auf einen Umfang zwischen 29 bis 31 Zentimetern aufgepumpt werden. Der Luftdruck sollte zwischen 0,3psi und 0,5psi liegen. Spielt nicht mit einem platten Ball, aber füllt ihn auch auf keinen Fall bis kurz vor dem Platzen mit Luft. Das schadet nicht nur dem Material, sondern auch Eurem Ballgefühl.
  • Die Spannung des Netzes sollte überall gleichmäßig sein. Lasst Ihr den Ball aus 1,5m Höhe fallen und er springt wieder 50cm hoch, habt Ihr eine gute Spannung gefunden.
  • Das Netz wird auf einen ebenen Boden gestellt. Gepielt werden kann auf jedem Untergrund, den Ihr möchtet. Turniere werden normalerweise auf (Kunst-) Rasen oder in der Halle gespielt.
  • Die vier Spieler*innen stehen beim Aufschlag grundsätzlich an der Aufschlagslinie (2,13m von der Netzkante) wie die Himmelsrichtungen eines Kompasses jeweils 90° versetzt um das Netz herum, sodass jede*r Spieler*in einem*r Spieler*in aus dem gegnerischen Team gegenüber steht. Die annehmende Person darf sich frei bewegen. Der*die Teampartner*in der aufschlagenden Person darf sich außerhalb der Aufschlagslinie frei bewegen.
  • Wenn ihr kompetitiv spielen möchetet, sollltet ihr noch zwei weitere Kreise einzeichnen: die Spielfeldaußengrenze im Radius von 8,5 Metern sowie die No-Hit-Zone bzw. No-Drop-Zone.
    Die No-Drop-Zone wird mit einem Radius von 100cm zum Mittelpunkt des Sets markiert, in welche der Ball nach einem Schlag ins Netz nicht landen darf. Bei Turnieren ab Intermediate-Level wird die No-Drop-Zone auch als No-Hit-Zone benutzt, d.h. die angreifende Person während der letzten Ballberührung (bevor der Ball das Netz berührt) darf nicht in diese Zone treten oder nach dem Schlag hineinfallen.


Offizielles Regelwerk

Wenn Ihr einmal Blut geleckt habt, kommen natürlich auch schnell detaillierte Fragen zu verschiedenen Spielsituationen auf. Deswegen haben wir Euch auf der nächsten Seite das erweiterte Regelwerk dargestellt.


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