Updates zum Anmeldeverfahren bei Turnieren / Optimierte Selbsteinschätzung

Liebe Roundnet Community,

der allererste Durchlauf eines Losverfahrens bei einem unserer Roundnet Germany Masters in Karlsruhe ist abgeschlossen. Technisch ist dabei alles wie gewünscht abgelaufen, trotzdem sind natürlich nicht alle Spieler*innen mit dem Ergebnis glücklich, weswegen wir euch noch ein paar wichtige Informationen geben wollen. 

Bisher wurden Turnierplätze nur nach dem “first-come-first-serve”-Prinzip vergeben, was aufgrund der hohen Nachfrage nach zu wenig Startplätzen dazu führt, dass es ausschließlich auf die Schnelligkeit bei der Anmeldung ankommt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben wir sowohl bei den Turnieren der German Roundnet Tour als auch bei den GRT Masters-Turnieren eine Alternative geschaffen.

Losverfahren für GRT-Turniere über Player Zone möglich

Den Ausrichtenden von Turnieren der German Roundnet Tour wird ab jetzt freigestellt, ob sie über die Player Zone weiterhin beim “first-come-first-serve”-Prinzip bleiben möchten oder ein Losverfahren wählen möchten. Bei dem Losverfahren wird es dann – wie beim Beispiel Karlsruhe für 48 Stunden – eine vorher festgelegte Anmeldephase geben. Im Anschluss an diese werden die vorhandenen Plätze an die angemeldeten Spieler*innen über die Player Zone automatisiert verlost. Alle angemeldeten Teams werden hier ungeachtet der vorherigen Turnierteilnahmen gleich behandelt.

Zweistufiges Losverfahren bei Masters-Turnieren eingeführt

Bei den vier noch ausstehende Turnieren der GRT-Masters-Serie (Berlin, Hamburg, Freudenberg, Bonn) wird es zudem ein gesondertes, zweistufiges Anmeldeverfahren nach dem folgenden Schema geben, um es möglichst vielen Teams zu ermöglichen, an einem Master teilzunehmen.

Abbildung: Zweistufiges Losverfahren GRT Masters, *Qualifikation notwendig

1. 48-stündige Anmeldephase auf die verschiedenen Divisions
2. Manuelle Definition der Größe der Divisions anhand der Anzahl der Anmeldung durch das Referat “Turnierbetrieb“ und der festgelegten Maximalplätze
3. Losung I: Verlosung der Hälfte der Mindestplätze zwischen allen Teams, welche noch nicht an einem Masters-Turnier teilgenommen haben (beide Spieler*innen)
4. Losung II: Verlosung der restlichen Plätze zwischen allen Teams (inkl. Teams, bei Losung I nicht gezogen wurden)
*Die Etappen Losung I und Losung II werden technisch im Hintergrund abgebildet und nicht dargestellt.

Die Mindestplätze je Division sind wie folgt definiert:

  • Je 8 Beginner und Pro sowie je 16 Intermediate und Advanced
  • Je 8 Beginner/Intermediate, Advanced und Pro Frauen
  • Optional: Je 8 Beginner, Intermeditae, Advanced/Pro Mixed oder Pro Mixed

Beispielrechnung:
Für ein GRT-Masters im “Intermediate Männer” melden sich in der Anmeldephase 50 Teams an, 20 davon haben bei noch keinem der vorherigen GRT-Masters mitgespielt. Das Referat Turnierbetrieb entscheidet sich gemeinsam mit den Ausrichter*innen dafür, 32 Startplätze in dieser Division anzubieten. Im ersten Schritt werden also 8 Plätze (Hälfte der Mindestgröße) unter den 20 Teams verlost, die bei noch keinem Masters teilgenommen haben. Anschließend werden die restlichen 24 Plätze gleichberechtigt unter allen verbleibenden 42 Teams verlost. Die Teams, die noch kein Masters-Turnier gespielt haben, landen also zweimal im Lostopf und haben damit deutlich verbesserte Chancen, einen Platz zu erhalten. 

Optimierung der Selbsteinschätzung

Auch wenn das zweistufige Losverfahren die Fairness bei der Startplatzverteilung deutlich verbessert, steht und fällt das ganze System damit, dass sich die Teams für die jeweils am besten passende Division anmelden. Wir haben dabei beim ersten Masters in Karlsruhe Schwierigkeiten in der Selbsteinschätzung der Teams und damit der Auswahl der jeweiligen Divisions wahrgenommen. 80 angemeldete Teams in der Advanced/Pro-Division bei den Männern und nur 60 Teams bei Intermediate geben uns folgenden Eindruck: 
Viele Männer-Teams überschätzen sich und melden sich für die Advanced/Pro-Division an, obwohl sie spielerisch besser in der Intermediate-Division aufgehoben wären. So nehmen diese leider Plätze für viele Teams “weg”, welche eher auf dem Advanced/Pro-Level spielen. 

Daraus resultiert ein eher heterogenes und vor allem deutliches verringertes (Durchschnitts)-Niveau auf dem Turnier. Ziel der Einführung der Divisions ist es allerdings, dass mehr Spiele auf Augenhöhe stattfinden – in jeder Division. Dabei sind wir aktuell auf die Mitarbeit und realistische Selbsteinschätzung von Euch Spieler*innen angewiesen!

Da wir festgelegt haben, in diesem Jahr noch keine objektiven Kriterien (z. B. den neuen RG Index) für die Division-Einteilung heranzuziehen, möchten wir Euch bitten, Eure Selbsteinschätzung noch einmal zu überdenken und haben dazu folgende Orientierungshilfen formuliert:

  • Spielst Du Dein allererstes Turnier? 
  • Spielst Du aktuell noch ausschließlich im Park und/oder bist noch nicht lange (mind. seit einem Jahr) regelmäßig (mind. einmal pro Woche) bei einem organisierten Training?
  • Bist Du bei Deinen bisherigen Turnieren immer bzw. überwiegend frühzeitig ausgeschieden bzw. auf den hinteren Plätzen des Lower Brackets gelandet?

Trifft einer dieser Punkte auf Dich zu, dann melde Dich bitte eher erst einmal bei der Beginner- oder Intermediate-Division an. Performst Du dort sehr gut, kannst Du Dich danach beim nächsten Turnier bei der nächsthöheren Division anmelden. Es wird dieses Jahr sehr viele Turniere für alle Divisions geben. Bitte seid so fair und versucht, Euch realistisch einzuschätzen. Davon profitieren alle Teams, nicht nur Ihr selbst!
Bitte beachtet, dass Roundnet Germany sich vorbehält Teams in Einzelfällen zu kontaktieren und diese in gemeinsamer Absprache in eine andere Division zu verschieben, sollte die Selbsteinschätzung begründet zu weit von der Fremdeinschätzung abweichen.

Solltet Ihr Euch dennoch unsicher sein in welche Divison ihr euch einordnen sollt, nutzt gerne unser Skill-Level Einschätzungstool und/oder orientiert Euch an folgenden Definitionen: 

Beginner: Sicherer Raum für Neueinsteiger*innen zum Ausprobieren der Sportart auf Turnierebene.
Intermediate: Ambitionierte Neueinsteiger*innen ins Turniergeschehen, ambitionierte Parkspieler*innen oder Hobbyspieler*innen, die schon länger dabei sind. 
Advanced: Regelmäßiges Training und Turnierteilnahme ist obligatorisch, die Leistung rückt in den Vordergrund.
Pro: gehören zu den Besten Deutschlands und haben die Ambitionen, auch bei einer Deutschen Meisterschaft oder international oben mitzuspielen.

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