Statement zur Regeländerung der SRA

english version below!!!

Wie einige von euch sicher schon mitbekommen haben hat die Spikeball Roundnet Assiciation (SRA), welche in vergangenen Zeiten die Regeln aufgesetzt hat, neue Regeländerungen veröffentlicht. Diese Regeln gelten, wie auch auf der Seite angemerkt, ausschließlich für von der Firma Spikeball Inc. organisierten Turniere. Da dies in Europa nicht zutrifft, betrifft uns diese Regeländerung zunächst nicht. Nichtsdestotrotz stellt diese Veröffentlichung die Debatte um eine Regeländerung zur Förderung von Rallies und damit der höheren Attraktivität für Zuschauer*innen erneut in den Vordergrund. Die Änderungen der SRA beziehen sich insbesondere auf 

Aufschlag

  • Aufschlaglinie wird auf 2,10m gesetzt und darf dafür mit dem Oberkörper und den Armen überschritten werden 
  • Das Standbein muss bis zum Netzkontakt des Balls Bodenkontakt haben

Defensive

  • Es sind innerhalb des Aufschlagkreises zwei Kontakte einer Person des defensiven Teams hintereinander erlaubt, sofern der zweite Kontakt auf einen Block (also den ersten Kontakt nach dem Verlassen des Netzes bei dem der Ball sich noch nicht in einer Abwärtsbewegung befindet) folgt 

No-Hit Zone in Top-Divisions

  • Für die obersten Divisions wird um das Netz eine kleine Zone eingerichtet, die für den Angriffsschlag nicht betreten werden darf. 

Das Ziel dieser Änderungen ist die Stärkung der Abwehr und die Schwächung des Angriffs, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Die genaue Formulierung sind unter diesem Link zu finden: https://tournaments.spikeball.com/pages/2021-spikeball-tournament-rules-update

Für zukünftige Debatten rund um die Regeln stellt diese Änderung sicherlich eine gute Grundlage dar, da wir auf den Reaktionen darauf aufbauen können. Auf den ersten Blick sehen wir die Regeln zum Aufschlag – besonders zum erlaubten Lehnen über die Linie – als positiv an, da sie vielen Diskussionen vorbeugen wird. Allerdings müssen wir noch weitere Erfahrungen sammeln, um die Auswirkungen auf Roll-Ups und die Fehlerquote abschätzen zu können. Die Einführung einer No-Hit Zone nur für eine kleine Gruppe an Spieler*innen sehen wir sehr kritisch, da sie das Spiel für einige Spieler*innen grundlegend ändert und so ein einheitliches Training nicht mehr möglich ist . Wenn eine Regel nicht geeignet ist, um allgemeingültig zu sein, sollte man Sie aus unserer Sicht nicht anwenden. 

Zur Erklärung wollen wir hier noch einmal die Zuständigkeiten zur Regelbildung erklären. Mit der Neubildung der International Roundnet Federation (IRF) als Weltverband ist diese zuständig für das Regelwerk. Innerhalb der IRF werden wir uns dafür einsetzen, dass solch wichtige Entscheidungen durch die Mitgliederversammlung aller Mitgliedsnationen getroffen werden. Zusätzlich gibt es noch die European Spikeball Roundnet Association (EUSRA) als europäischen Verband, welcher auch Regeln bestimmen könnte. Grundsätzlich gilt jedoch Autonomie, das heißt wir als deutscher Verband können die Regeln für Turniere in Deutschland festlegen. Es ist jedoch gängige Praxis, sich an den Regeln des Weltverbandes zu orientieren, um gleiche Voraussetzungen für internationale Turniere zu schaffen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Regelbildung dort nicht funktioniert oder zur Zufriedenheit der Mehrheit abläuft, besteht jederzeit die Möglichkeit, in Deutschland eigene Wege zu gehen. 

Für den Moment werden wir an die IRF herantreten und um eine Besprechung des Themas in der großen Runde bitten. Bis dahin gelten in Deutschland weiterhin die alten Regeln wie auf unserer Regel-Seite aufgeführt.

Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir diese verkünden. 



ENGLISH VERSIONStatement to the rule change of the SRA

As some of you may be aware, the Spikeball Roundnet Association (SRA), which has taken the role of establishing the rules for roundnet in the past, has published new rule changes. These rules, as also noted on the site, apply exclusively to tournaments organized by Spikeball. Since this is not the case in Europe, this rule change does not affect us for the time being. Nevertheless, this publication continues the debate about a rule change to promote rallies and thus make them more attractive for spectators. The changes of the SRA refer in particular to:

Serving

  • The new service line is set at 2.10m and may be crossed with the upper body and arms
  • The supporting leg must remain standing until the ball makes contact with the net

Defense

  • One defender is allowed two contacts in a row within the service circle, provided that the second contact follows a block (i.e. the first contact after leaving the net when the ball is not yet in a downward movement). 

No-Hit Zone (only in Top Divisions)

  • For the top divisions, a small zone will be established around the net, where the attacking player isn´t allowed to step in during his hit, or land after having hit the ball, if it is a part of the same movement. All other players can move freely within this zone.

The goal of these changes is to strengthen the defense and weaken the offense to restore balance. The exact wording can be found at this link: https://tournaments.spikeball.com/pages/2021-spikeball-tournament-rules-update

For future debates around the rules, this change is certainly a good basis as we can build on the reactions to it. At first glance, we see the rules on serve – especially on the allowed leaning over the line – as positive, as it will prevent many discussions. However, we need to gain more experience to assess the impact on roll-ups and the error rate. We are very critical of the introduction of a no-hit zone for only a small group of players, as it fundamentally changes the game for some players and makes consistent training impossible. If a rule is not suitable to be universally valid, it should not be applied in our view. 

For clear communication, we want to explain the responsibilities for rule formation here once again: With the new formation of the International Roundnet Federation (IRF) as a world federation, it will be responsible for the official international roundnet rulebook. Within the IRF, we will work to ensure that such important decisions are made by the general assembly of all member nations. In addition, there is the European Spikeball Roundnet Association (EUSRA) as a European association, which could also determine rules. Fundamentally, however, autonomy applies, which means that we as the German federation can determine the rules for tournaments in Germany. Nonetheless, it is common practice to follow the rules of the world federation in order to create a level playing field for international tournaments. If it turns out, however, that the rule-making there does not work or run to the satisfaction of the majority, there is always the possibility to go our own way in Germany.

For now, we will approach the IRF and ask for a discussion of the issue in the grand rounds. Until then, the old rules will continue to apply in Germany.

As soon as there is news, we will announce it. 

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