Anpassungen für das Turnier-Jahr 2024

Liebe Community,

wie auch schon in den vergangenen Jahren, haben sich über die letzten Monate im Hintergrund das Referat Turnierbetrieb, die Arbeitsgruppe Ranking sowie der Vorstand mit Verbesserungsmöglichkeiten für das Kalenderjahr 2024 beschäftigt. Neben den Fachkenntnissen aus den einzelnen Gruppen, haben wir uns natürlich auch Euer Feedback zu Herzen genommen, das über das Jahr in Umfragen oder auch vielen persönlichen Gesprächen an uns herangetragen wurde.

Ziel aller Änderungen ist die Verbesserung der Turniererlebnisse sowie die Schaffung von Transparenz für Euch Spielende. Herausgekommen sind am Ende einige Änderungen, die von reinen Umbenennungen von Divisions (“Basic” statt “Beginner”) bis hin zur Einführung der neuen Open-Kategorie (statt Men) reichen.

Alle Änderungen möchten wir Euch in diesem Dokument vorstellen und erklären. Ebenso wurden an den entsprechenden verlinkten Stellen auf der Website und in der RG Playerzone Anpassungen vorgenommen. Solltet ihr auf eine Stelle stoßen, wo wir die Überarbeitung noch nicht vorgenommen haben, schickt uns gerne eine kurze Nachricht und wir holen es nach.

Alle neuen Regeln gelten für Turniere, deren Anmeldungen nach dem 1. Januar 2024 stattfinden – die Turnier in Göttingen (6. Januar), Bonn (7. Januar), Wuppertal (21. Januar), Siegerland (27. Januar), Opladen (3./4. Februar) und Dresden (17. Februar) finden entsprechend noch nach den bisherigen Regeln statt.

Falls Ihr Euch eher als auditiven Lerntypen einschätzt und/oder Euch zusätzliche Informationen zu den Hintergründen anhören wollt, hört gerne in die Podcast-Folge #68 – Anpassungen GRT, RGX und Pro-Status 2024 rein, in der wir alle Änderungen ausführlich erklären!


Anpassung 1 – Aus Men wird Open-Kategorie

Zuallererst möchten wir das Wording der verschiedenen Bezeichnungen etwas eindeutiger machen und Verwirrungen vermeiden. Daher sprechen wir in Zukunft bei der Art der Teamzusammensetzung (Men, Women, Mixed, Open) von Kategorien und bei der Einstufung der Spielniveaus (Intermediate, Advanced etc.) von Divisions.

Problemstellung:
Die bisherige binäre Einteilung in die Kategorien Men und Women entspricht zum einen nicht der gesellschaftlichen Realität, sodass Personen, die sich als nicht-binär, trans etc. identifizieren, bisher gezwungen waren, sich einer der beiden Kategorien zuzuordnen. Es war für nicht-männliche Personen zudem nicht möglich, sich mit einem reinen Männerteam zu messen. Abschließend resultierte unser System in einer fehlenden Vergleichbarkeit zwischen den möglichen Kategorien von deutschen Turnieren (GRT) und den europäischen Turnieren (ETS) sowie den nordamerikanischen Turnieren (STS), bei denen die Kategorie Open durchgängig angeboten wird. 

Anpassung: Kategorie Men wird zur Kategorie Open
Die Kategorie Men wird verpflichtend für alle Turniere der German Roundnet Tour in die Kategorie Open umgewandelt. Die Kategorien Mixed und Women bleiben unverändert.  Somit existieren durch die Anpassung die Kategorien Open, Women, Mixed. In der Kategorie Open ist jede Person und Kombination spielberechtigt. Durch die Einführung der Kategorie Open spielt die persönliche individuelle Gender-Identität keine Rolle mehr, der Sport wird somit inklusiver. Weiterhin passen wir unser System dem weltweiten Standard an, bei dem sowohl bei ETS Events der EURA als auch STS im amerikanischen Bereich in dieser Kategorie gespielt wird. Zudem erhalten ambitionierte Spielerinnen oder Mixed-Teams die Möglichkeit, sich auf Wunsch mit reinen Männerteams zu messen und dadurch das eigene Spielniveau weiter zu steigern. 

Auswirkungen (auf den RGX):
Durch die Einführung der Open-Kategorie wird auch eine Anpassung des Roundnet Germany Index (RGX) nötig. Vorweg: Für die allermeisten Spieler*innen wird sich nichts ändern.

Da es bisher keine Überschneidungen* zwischen der Men- und der Women-Kategorie gab, sind die RGX-Werte untereinander nicht vergleichbar. Wenn eine Spielerin also nun in der neuen Open-Kategorie gegen Männer antritt, wäre sie mit ihrem derzeitigen Score sehr wahrscheinlich nicht korrekt eingestuft, und es würde zu Verzerrungen kommen. Daher wird nun für alle Spielerinnen, die in der Open-Kategorie antreten, ein neuer Score berechnet. Dieser wird für die Setzlisten und die Punkteberechnung in Open-Turnieren verwendet. Konkret bedeutet dies also, dass Spielerinnen, die ihr erstes Open-Turnier spielen, hier “neu” anfangen und mit dem RGX-Startwert der jeweiligen Division starten.

Spielerinnen, die sowohl in der Women- als auch der Open-Kategorie spielen, haben also in Zukunft zwei unabhängige RGX-Scores: Der Open-Score wird nur für die Open-Kategorie, der bisherige Women-Score wird wie gehabt für die Women- und die Mixed-Kategorie verwendet. Für alle anderen Spielenden ändert sich nichts, es gibt weiterhin einen einzigen RGX-Wert, der unverändert weiterläuft. Das Men-Ranking wird folgerichtig in Open-Ranking umbenannt. So werden hier zukünftig alle Spielenden der Kategorie, unabhängig vom Geschlecht, mit ihrem Open-RGX aufgelistet. Das Women-Ranking besteht unverändert weiter. Einen eigenen Mixed-RGX wird es nicht geben**. In der Mixed-Kategorie wird (wie gehabt) für Männer der Open-Score und für Frauen der Frauen-Score verwendet.

Es ändert sich also genau betrachtet sehr wenig, denn auch bisher gab es streng genommen bereits zwei getrennte RGX-Werte für Männer und Frauen. Es war bisher lediglich für eine Person nicht möglich, beide Werte zu besitzen, da ein Mitspielen in der anderen Kategorie nicht erlaubt war.

*Natürlich haben Männer und Frauen in der Mixed-Kategorie bisher auch schon gegeneinander gespielt. Allerdings ist die Teamzusammensetzung hier immer m/f, sodass vereinfacht gesagt aus RGX-Sicht immer ein Mann gegen einen Mann und eine Frau gegen eine Frau spielt. Daher kommt es hier technisch gesehen nicht zu einer Durchmischung der Spieler*innen-Pools.
**Gründe hierfür sind:
Übersichtlichkeit: Mit einem Mixed-RGX gäbe es bis zu drei Werte pro Person, dies wäre schwer nachvollziehbar und würde die Situation verkomplizieren.Aufsplittung der Datenbasis: Durch eine eigene Bewertung von Mixed würden die Daten aufgeteilt und somit zu zwei Werten (Mixed + Open, bzw. Mixed + Women) führen, die vermutlich jeweils weniger repräsentativ sind als ein “großer” Gesamtwert.
Die Behandlung von Mixed kann sich aber natürlich in Zukunft, je nach Entwicklung der Turnierlandschaft, auch noch ändern.


Anpassung 2 – Aus Beginner-Division wird Basic-Division 

Problemstellung:
Die bisherige Bezeichnung Beginner suggerierte, dass es sich bei diesen Spieler*innen um Personen handelt, die erst seit einer kurzen Zeit Roundnet spielen (also gerade erst mit dem Spielen begonnen haben). Diese zeitliche Argumentation schränkte das Spielendenfeld aus unserer Sicht ein, vielmehr gibt es der Erfahrung nach ebenso Spieler*innen, die vielleicht seit mehreren Jahren spielen, aber selten und deshalb noch auf einem Grundlevel. In der Intermediate-Division wären sie deswegen nicht passend eingeordnet, sodass die Hemmschwelle zur Teilnahme an einem Turnier aufgrund der unklaren Zuordnung in eine Division erschwert wird. 

Anpassung: Die Beginner-Division wird in Basic-Division umbenannt
Zukünftig wird die Beginner-Division als Basic-Division bezeichnet. Das neue Wording nimmt die zeitliche Komponente aus der Definition heraus und öffnet die Division auch für Spieler*innen, die zwar schon seit langem spielen, sich trotzdem aber noch auf einem Grundlevel befinden. Weiterhin soll die Bezeichnung die benötigten Fähigkeiten zur Teilnahme am Turnier verdeutlichen, eben dieser Grundfähigkeiten. In Kombination mit der Erweiterung der Divisions (s.u.) und der damit verbundenen Entzerrung der Intermediate-Division hoffen wir, die Hemmschwelle zu senken und damit mehr neue Spieler*innen für ihr erstes Turnier begeistern zu können. 

Auswirkungen (z. B.) auf den RGX:
Da es sich um eine reine Umbenennung handelt, ändert sich bezogen auf den RGX durch diese Anpassung nichts. 


Anpassung 3 – Einführung der Contender-Division

Problemstellung:
Das letzte Jahr hat gezeigt, dass die Intermediate-Division – sowohl bei den Ausrichter*innen, als auch bei den Spieler*innen (obwohl alle Divisions angeboten wurden) – die mit Abstand am häufigsten ausgewählte Division war. Entsprechend gab es hier die vollsten Wartelisten und damit auch die häufigsten Fälle, in denen Teams aufgrund von Überfüllung nicht bei einem Turnier antreten konnten. Zudem haben wir – auch durch Euer Feedback – festgestellt, dass die Bandbreite an Qualität im Intermediate-Bereich extrem groß ist: In dieser Division war mit Abstand die größte Range im Skill-Level zu beobachten und damit am häufigsten unausgeglichene Spiele. Beide Aspekte führten zu sehr nachvollziehbarer Frustration bei Euch Spieler*innen. Zudem stellte das aktuelle Angebot ein Problem für nicht-deutsche Spieler*innen bei der Erstanmeldung bei einem deutschen Turnier da, weil der internationale Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Divisions in europäischen Turnieren schwierig war. Die Aspekte konnten wir vor allem in den Kategorien Men (jetzt Open) & Mixed beobachten. Auch wenn die Thematik bei der Kategorie Women selten(er) zu beobachten war, werden die Anpassungen aufgrund der angestrebten Gleichberechtigung aller Kategorien gleichermaßen durchgeführt. 

Anpassung: Die Contender-Division wird für alle drei Kategorien (Open, Women und Mixed) eingeführt
In allen drei Kategorien wird die Contender-Division als Zwischenstufe zwischen den Divisions Advanced und Pro eingeführt. Die neuen Divisions lauten also (in aufsteigender Reihenfolge): Basic, Intermediate, Advanced, Contender und Pro. Damit gleichen wir unsere Divisions an das bestehende internationale System an und schaffen eine bessere Orientierung sowohl für deutsche als auch nicht-deutsche Spieler*innen. Durch die Einführung der Contender-Division ist eine Entzerrung der aktuell sehr stark frequentierten Intermediate-Division zu erwarten. “Ambitionierte” Intermediate-Spieler*innen können sich besser nach oben zur Advanced-Division orientieren, da dort durch die Einführung der Contender-Division wiederum weniger “ambitionierte” Advanced-Spieler*innen mitspielen (s. Abbildung 1). Die Konsequenzen sind homogenere Divisions und somit mehr Matches auf Augenhöhe. 

Abbildung 1: antizipierte Spieler*innenverteilung

Auswirkungen (z. B. auf den RGX):
Die GRT-Punkte wurden für die Saison 2024 selbstverständlich auch auf die Neuerungen in den Divisions angepasst. Die neuen Werte findet ihr auf der RG-Website.

Neue RGX Mindest- & Höchstgrenzen sowie Startwerte

NameStartwertUntergrenzeObergrenze
Basic100001115
Intermediate110001285
Advanced120011151415
Contender140012501615
Pro16001615

Tabelle 1: RGX-Startwerte und -Grenzen

Die Obergrenze Basic ist relativ niedrig angesetzt, damit gute Spieler*innen hier schnell eine Division aufsteigen und das Niveau in der untersten Division anfänger*innen-freundlich bleibt. Die Untergrenzen in Advanced und Contender sind nach wie vor relativ locker. Hier hat die Erfahrung bisher gezeigt, dass eine Selbstregulierung gut funktioniert und zu enge Grenzen nicht nötig sind. Außerdem besteht so für ambitionierte Spieler*innen die Möglichkeit, sich früh in einer höheren Division zu beweisen. Ungerankte Spieler*innen ohne RGX-Score dürfen bei ihrem ersten Turnier wie gehabt die Division frei wählen, mit Ausnahme der Pro-Division.

Qualifikation für die Pro-Division:
Die Qualifikation für die Pro-Division erfolgt nun über die Contender-Division. Sollte diese mit der Division darunter oder darüber zusammengelegt werden, so erfolgt die Qualifikation über die entstehende Kombi-Division (Advanced/Contender oder Contender/Pro).


Anpassung 4 – Pro-Division – “Weitergabe” der Qualifikation zur Pro-Division

Problemstellung:
Bisher war für die Pro-Qualifikation immer ein Platz unter den Top 2/3/4 (abhängig von Turniergröße, s. Tabelle) nötig, egal ob die entsprechenden Teams schon qualifiziert waren. Dadurch war fast immer Platz 1 oder 2 als Endplatzierung nötig, da entsprechend größere Divisions nur selten zu Stande kamen. 

FrauenOpen/MixedQualifizierte Teams für Pro-Division
8 – 16 Teams8 – 32 TeamsPlatz 1 + 2
17 – 24 Teams33 – 48 TeamsPlatz 1 + 2 + 3
> 24 Teams> 48 TeamsPlatz 1 + 2 + 3 + 4

Tabelle 2: Platzierungen für die Qualifikation zur Pro-Division (unverändert)

Die bisherige Regelung machte es deutlich schwieriger, sich einer Kombi-Division Advanced/Pro (neu: Contender/Pro) zu qualifizieren, als in einer reinen Advanced-Division, da die Top 2 aus der Advanced/Pro-Division den Pro-Status fast immer bereits besaßen. Entsprechend gab es eine nachvollziehbare Frustration von Advanced-Spieler*innen, die bspw. bei einem Advanced/Pro-Turnier auf dem dritten Platz gelandet sind (und unterwegs eventuell noch Pro-Teams besiegt hatten), aber den Pro-Status trotzdem nicht erreicht haben. 

Anpassung:
Um die Qualifikation in der Kombi-Division fairer zu machen, die Pro-Division aber gleichzeitig weiterhin exklusiv zu halten, erfolgt folgende Anpassung: Die Platzierungen, die für den Pro-Status berechtigen, bleiben unverändert. Der Status wird aber für jedes Team auf einem eigentlich zur Qualifikation berechtigenden Platz, das aus Spieler:innen besteht, die den Status alle schon haben, um einen Platz nach unten weitergegeben, allerdings maximal um zwei Plätze. Ein geteilter Platz berechtigt nicht zur Qualifikation (bspw. nicht gespieltes Spiel um Platz 3).

Beispiele:
A)
Open Contender/Pro, 24 Teams:

  1. Team 1, beide bereits qualifiziert
  2. Team 2, ein Spieler bereits qualifiziert
    —————————————————————
  3. Team 3, beide bereits qualifiziert
  4. Team 4, keiner qualifiziert

Ein Team aus den Top 2 hat den Status bereits komplett, daher wird um einen Platz weitergegeben. Team 3 ist aber auch bereits qualifiziert, es erhält also nur der*die nicht qualifizierte Spieler*in aus Team 2 den Status neu.


B)
Women Contender/Pro, 14 Teams:

  1. Team 1, beide bereits qualifiziert
  2. Team 2, beide bereits qualifiziert
    —————————————————————
  3. Team 3, eine Spielerin bereits qualifiziert
  4. Team 4, keine qualifiziert

Beide Teams aus den Top 2 haben den Status bereits komplett, daher wird der Pro-Status um zwei Plätze weitergegeben. Es erhalten also eine Spielerin aus Team 3 und beide aus Team 4 den Status neu.


C)
Women Contender/Pro, 14 Teams:

  1. Team 1, beide bereits qualifiziert
  2. Team 2, beide bereits qualifiziert
    ————————————————————
  3. Team 3, beide bereits qualifiziert
  4. Team 4, beide bereits qualifiziert
  5. Team 5, keine qualifiziert

Das erste nicht qualifizierte Team befindet sich auf Platz 5. Da der Status allerdings maximal zwei Plätze weitergegeben wird, qualifiziert sich niemand neu.


Anpassung 5 – Pro-Division – Verlust des Pro-Status

Problemstellung:
Im letzten Jahr waren zwei Quali-Platzierungen nötig, um den Status im nächsten Jahr zu behalten. Bei einer erneuten Anwendung dieser Regelung, wäre die Pro-Division am Anfang des Jahres 2024 relativ klein und käme voraussichtliche sehr selten zu Stande, da viele Spieler*innen den Status verlieren würden. Außerdem würde es einen deutlichen Unterschied machen, ob man sich zu Anfang des Jahres qualifiziert hat oder erst gegen Ende und ihn sofort wieder verlieren würde.

Anpassung:
Den Pro-Status behält im kommenden Kalenderjahr, wer:

  • eine zur Qualifikation berechtigende Platzierung
  • oder eine Platzierung in den oberen 50% einer Pro-Division 
  • oder eine Top 8-Platzierung bei einer deutschen Meisterschaft 

im laufenden Kalenderjahr vorweisen kann.
Ist keines der Kriterien erfüllt, wird der Status zum 01.01. des kommenden Jahres entzogen.

Da es weniger Women-Divisions gab, um den Pro-Status zu bestätigen als Men-Divisions, besteht der Zeitraum für Frauen aus dem laufenden und dem vorherigen Kalenderjahr. Dadurch behalten für 2024 alle qualifizierten Spielerinnen den Pro-Status.

→ Faustregel: Wer sich in diesem Jahr qualifiziert, behält den Status für dieses und (mindestens) nächstes Jahr.

Auswirkungen:
Spieler, die den Pro-Status zum 01.01.2024 verlieren: Till Spitznagel, Niklas Scholl, Tobias Linnenweber, Konstantin Schwarz.
Eine vollständige Liste aller aktuell qualifizierten Spieler*innen kann auf der Übersichtsseite des Pro-Status eingesehen werden.


Anpassung 6 – Änderungen in GRT-Kriterien

Problemstellung:
In der Vergangenheit kam es regelmäßig dazu, dass Divisions ihren GRT-Status aufgrund geringer Anmeldezahlen verloren haben. Dieser Faktor erschwerte die Turnierplanung und sorgte für Unsicherheit bei angemeldeten Teams, ob ihre Division auf GRT-Punkte und RGX-Wertung angerechnet wird. Weiterhin wurde die Regelung zu verletzungsbedingt nicht angetretenen Spielen nicht immer konsequent befolgt und es gab einen zu breite Interpretation dieser Regelung. Außerdem wurde das „First come first served“ Anmeldeverfahren von vielen Spieler*innen als ungerecht empfunden.

Zusätzlich mussten die GRT-Punkte auf die Einführung der Contender-Division und die neu entstehenden zusammengelegten Divisions angepasst werden.

Anpassung:
Mit dem Ziel, die Organisation von Turnieren für veranstaltende Communities zu verbessern sowie mehr Planungssicherheit für spielende Teams und alle Beteiligten zu schaffen, haben wir einige Anpassungen an den GRT-Kriterien vorgenommen.
Weiterhin haben wir auch die GRT-Punkte für die kommende Saison auf die Einführung der Contender-Division und für zusammengelegte Divisions angepasst. Das aktualisierte Punktesystem findet ihr auf der Ranking-Seite.
Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen:

  • Zusammenlegen bei allen Divisions möglich:
    • Zur Attraktivitätssteigerung von Turnieren ermöglichen wir nun das Zusammenlegen von allen benachbarten Divisions, falls eine der beiden Divisions durch zu geringe Anmeldungszahlen nicht zustande kommen würde. Von Anfang an zusammengelegte Divisions werden dafür in Zukunft entfallen und Divisions werden erst nach Ablauf des Anmeldezeitfensters zusammengelegt. Dies gilt für alle Divisions: Basic, Intermediate, Advanced, Contender und Pro.
  • Meldung von verletzungsbedingten Spielausfällen:
    • Um Missbrauch der Regelung vorzubeugen, müssen verletzungsbedingte Ausfälle ab sofort über die Turnierleitung gemeldet werden.
  • Gerechtere Anmeldeverfahren:
    • Um eine faire Chance für alle zu gewährleisten, wird in Zukunft für Turnieranmeldungen nur noch das Lostopf-Verfahren verwendet.
  • Klare Formulierungen und Übersichtlichkeit: 
    • Die Kriterien wurden überarbeitet und teilweise umformuliert, um mehr Klarheit und Transparenz zu schaffen.
    • Die Änderungen bieten mehr Klarheit darüber, welche Faktoren für den GRT-Status entscheidend sind und ermöglichen gleichzeitig mehr Flexibilität bei geringen Anmeldezahlen.
  • Stornierungsrichtlinien in Zukunft verpflichtend für Communities: 
    • In Zukunft müssen Communities vor dem Start der Anmeldung eindeutig kommunizieren, unter welchen Bedingungen die Teams ihr Geld zurückerhalten können, falls sie nach der Anmeldung noch stornieren müssen.
  • Mehr Voranmeldungen für veranstaltende Communities: 
    • Communities, die Turniere veranstalten, dürfen in Zukunft immer 10 Prozent der Divisions (mathematisch gerundet) mit eigenen Teams vor dem offiziellen Anmeldestart besetzen. Die maximale Anzahl pro Wochenende ist nicht mehr beschränkt. Hierdurch wollen wir die Veranstaltung von Turnieren noch attraktiver machen.

Werft gerne einen Blick auf die vollständigen GRT-Kriterien auf der GRT-Seite, um euch mit den detaillierten Anpassungen vertraut zu machen. 

Auswirkungen (z. B. auf den RGX):
Durch die überarbeiteten GRT-Kriterien ändern sich nur die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, die ein Turnier erfüllen muss, um den GRT-Status zu erhalten. 

Abschluss

Wir hoffen, Euch die Fülle an Anpassungen in diesem Dokument so gut wie möglich erklärt und begründet. Einige Entscheidungen sind uns nicht so leicht gefallen und sicher diskutabel, wir glauben aber, mit den Anpassungen in die richtige Richtung zu gehen, was die Weiterentwicklung des Sports in Deutschland betrifft. Falls Ihr Euch zusätzliche Informationen zu den Hintergründen anhören wollt, hört gerne in die Podcast-Folge #68 – Anpassungen GRT, RGX und Pro-Status 2024 rein. Bei Fragen und Rückmeldungen könnt Ihr uns natürlich sehr gerne schreiben, am besten an vorstand@roundnetgermany.de.

Wenn Ihr Euch noch weiter einbringen wollt: Wir suchen Motivierte für den Vorstand! Als Vorstandsmitglied kannst Du Deine Meinung direkt mit einbringen und vor allem mitentscheiden. Alle (bisherigen) Informationen zur Vorstandswahl 2024 findest Du hier. Wir freuen uns über Deine Rückmeldung!

Liebe Grüße und auf eine gute sowie verbesserte Saison 2024,
der RG-Vorstand (Nils, Marcel, Louis, Nora, Philipp, Lukas und Martin)
und das Turnier-Referat (Simon, Jonas, Marcus, Jan und Louis)

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